Kurioses aus Skandinavien

Da ich ein sehr neugieriger Mensch bin und gerne recherchiere, vor allem während ich meine Berichte schreibe, werde ich auf dieser Seite, viele kuriose Dinge aus Skandinavien gerne mit dir teilen.

Eventuell interessierst du dich auch für den einen oder anderen Bericht, oder willst mir was mitteilen. Ich bin immer froh für Infos aus Skandinavien, welche ich sehr gerne mit dir, von dir, für dich und die Community teile.

 

Freu dich mit mir über Interessante Kuriositäten aus Skandinavien ! 

 


- SPEZIELLE SÜSSGEBÄCKE

Wie jedes Land, hat auch Skandinavien traditionsreiche Backwarenspezialitäten. Hier teile ich mit dir diese, welche ich auch selber probiert habe. Es wird immer wieder was dazukommen, je nach Reise und Zeit ergänze ich meine persönliche Favoriten. 

 

aus Schweden:

KANELBULLE:

 

Wer mir schon seit länger auf meinem Blog folgt, weiss unterdessen, dass die Zimtschnecke Kanelbulle Schwedens bekannteste Backwarenspezialität ist.

In Schweden bekommt man sie in jedem Supermarkt, in jeder Bäckerei, Konditorei oder Kaffeehaus. 

Es gibt sie in diversen Variationen, die klassische mit Kardamon, Zimt und Hagelzucker, die mit Mandeln oder wie im Veto-Katte, bekannteste Konditorei Stockholms, mit Vanillecreme. 

Das Rezept zur typischen Kanelbulle findest du

hier:  SCANDIMOMENTS.

SEMLA:

 

Traditionelles Gebäck im Norden, vor allem Schweden und Finnland, welche während der Fastenzeit zubereitet und gegessen wird. In Finnland heisst sie Laskiaiskpulla. 

Es ist eine mit Kardamom gebackene Semmel (Hefeteigkugel)  welche man aushöhlt und mit einer frischen Mandelmasse füllt. Serviert wird sie mit einer Schlagsahne Haube.

Einfach köstlich !!

 

 

LUSSEKATT: 

 

Safrangebäck welches man in der Adventszeit vor allem am Luciafest (13.12) backt und verspeist. Die Hauptzutat zu diesem Gebäck ist der Safran, was dem Teig auch diese typischen Geschmack und die gelbe Färbung gibt. Das Rezept dazu findest du hier : SCANDIMOMENTS 

 

aus Norwegen:

LEFSE:

 

Ist ein norwegisches Fladenbrot, das vor allem zum Frühstück zubereitet wird. Es besteht aus, herzhafte Variante mit Kartoffeln, Weizen und oder Roggenmehl, oder dann nur mit dem Mehl Milch und Butter. Je nach Region kann sich die Zusammensetzung und Zubereitung ändern.

Mal dicker mal dünner mit oder ohne Inhalt. 

Sie wird wie eine herkömmliche Crepe auf einer Platte zubereitet und dann gerollt oder zusammengelegt gegessen. 

Sie kann deftig oder süss belegt werden.

 

In Lebensmittelläden findet man Lefse meistens in kleinen Packungen zu ca. Fr. 2.- und süss belegt entweder mit Zimt , Marmelade oder dann mit meiner feinen Früchtecreme. 

 

Eine wirklich feine Zwischenmahlzeit für zwischendurch. 

 

 

 

Rezept für die traditionelle Lefse ( entspricht etwa 20 Stück )

  • 5 dl Milch
  • 250 gr Butter
  • 250 gr Creme fraiche 
  • 500 gr Weizenmehl

Butter und Milch zusammen aufkochen und die Creme fraiche langsam dazurühren, dann 500 gr Mehl hinzugeben. Alles zusammenmischen bis der Teig fest wird. Mit einem Handtuch zudecken und ruhen lassen. 

Teig in 20 Stücken teilen und gut durchkneten, dünn ausrollen und anschliessend lange braten bis die Fladen braune Flecken erhalten. Die Lefse wird mit Butter Zucker und Zimt gegessen oder dann mit Marmelade bestreichen. Ideal für eine Fika auf norwegischer Art. 

 

Wenn man die deftigere Variante machen will, dann braucht man: 

  • 450 gr Kartoffeln
  • 50 gr Butter
  • 2, 5 dl Rahm
  • 1 TL brauner Zucker und Salz
  • 150 gr Mehl
  • 1 TL Zimt 

Kartoffeln garen und ruhen/abkühlen lassen, sie dann in eine Schüssel zu einem Puré verdrücken, Butter, Zucker und Salz dazugeben und mit Rahm vermengen. Die Masse ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. 

Das Mehr unter die Masse kneten und in gewünschte Grössen teilen auf einer bemehlten Fläche ausrollen und danach in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun backen. 

 

Beliebig belegen mit Butter, Zimt ,Zucker oder mit Lachs oder Schinken, je nach Gusto  !


 

 


- Was ist ein Bunad ?

Das ist die Nationaltracht von Norwegen, die wunderbare Tracht welche viele Norwegen nicht nur bei folkloristischen Veranstaltungen tragen sondern auch zu familiären Festen wie Taufe, Konfirmation oder Hochzeiten, aber vor allem am Nationalfeiertag am 17. Mai.

 

Die Trachten unterscheiden sich von den verschiedenen Regionen an Form und Mustern der Stickereien. Auch die Farbvariation des Stoffes gibt an, aus welcher Region der Bunader her kommt. 

Das Bunad von Oslo ist dunkel und hellblau wie auf dem unteren Foto. 

Es gibt in Oslo diverse Schneidereien, welche diese wunderbare Trachten massgeschneidert anbieten. Eines der bekanntesten Vertreiber dieser herrlichen Tradition, ist das Hause von Heimen Husfliden. Ich habe mich sehr gerne eine ganze Weile, während meinen Oslo-Trip in diese Geschäfte aufgehalten und habe mir einige Kleider genauer angeschaut. Ich bin von dieser Tradition fasziniert und staune was für eine Knochenarbeit hinter diesen wunderbaren Kleider steckt. Vor allem hat mich der ganze Silberschmuck fasziniert. Die Ohrstecker oder Broschen, welche die Damen zu ihrem Kostümen tragen. Jedes von diesen Stücke ist aus feiner Goldschmied Arbeit erstellt. Ich durfte die Kollektion von Sylvsmidja anschauen und habe mir auch als Erinnerungsstück Ohrknöpfe, Ohranhänger und eine Brosche mit nach Hause genommen, welche ich mit grosser Ehre tragen werde. 

Die Preise eines Bunad kann variieren, es gibt günstigere Varianten ab ca Fr 2500.- aber es kann auch bis zu fast Fr 8'000.- gehen, es kommt natürlich immer auf den Aufwand der Stickereien an und auf die Schichten. Der meistbenutzte Stoff für die Röcke und Jacken ist Toll und die Hemden/Blusen Baumwolle.

Der Silberschmuck hingegen kann auch sehr sehr teuer sein, wenn es sich um ein antikes Silberstück handelt. 

Ohrschmuck bei Sylsmidja beginnt bei ca Fr 30.- pro Paar und kann auch auf mehrere 100 Franken kommen. 


- Der älteste Baum der Welt steht in Schweden

 

Wusstest du, dass der älteste Baum der Welt, mit seinen rund 9550 Jahren, in Schweden wächst ?

 

Der Old Tjikko ist 5 Meter hoch, steht im Nationalpark Fulufjället in der schwedischen Provinz Dalarna und ist Teil der Fichtenfamilie. Leif Kullmann, ein Professor für Physische Geografie an der Universität UMEA, hat den Baum entdeckt und ihn nach seinem Hund Tjikko benennt.  

 

 

 

 

(Bilderquelle aus Wikipedia) 

 

 


- Das schnellste Auto der Welt kommt aus Schweden

Wenn man das Wort Auto mit Schweden assoziert, dann denkt man sofort an VOLVO oder SAAB.

Doch es gibt eine Firma im schwedischen Skane, die Supercars herstellt und dem Land wirklich tolle Rekorde beschert. Die Rede ist von der Autofirma Koenigsegg von Aengelsholm. 

 

Mit nur 22 Jahren, hat der junge Schwede Christian von Koenisegg, seinen perfekten Sportwagen gebaut. 

So entstand im 1994 diese exklusive Firma, die heute seinen Namen trägt, Ziel:  Das perfekte Supercar  bauen.

Das hat er mit der AGERA RS auch geschafft, denn es ist heute das schnellste Auto der Welt. 

Von 2011 bis heute, wurden insgesamt 53 Ageras gebaut. Und dieses Jahr sollte das neuste Modell auf dem Markt kommen. Ob es wohl am diesjährigen Automobilsalon in Genf vorgestellt wird ? 

 

Seit 2003 kann man diese stylischen, ultraschnellen Boliden jedes Jahr am Genfer Autosalon bestaunen.

Auch dieses Jahr ist die Firma Koenigsegg im März mit von der Partie. Jeder Koenigsegg hat einen Spitzenpreis, aber jeder Koenigsegg wurde sorgfältig von einer ausgewählten Gruppe von Automobilhandwerkern nach höchstem Standard gebaut. Sie sind Limitiert und nicht für Jedermann käuflich, aber toll sehn sie aus. 

Fotos gebraucht mit ausdrücklicher Erlaubnis des Urhebers @raffaelevattimo 

Hier einige Impressionen vom Koenigsegg Stand bei der Automobilshow 2019 in Genf.

Eine Weltpremiere feiert der Nachfolger des Agera RS, der JESKO mit starken 1600 PS, der sage und schreibe eine Höchstgeschwindigkeit von 480 km/h bringt. ( Bericht Raffaele Vattimo 13.3.2019 )

 


- Das Urvolk von Skandinavien : Die Samen

Du hast sicherlich schon mal was von den Tuaregs, Aborigines oder Eskimos gehört oder gelesen. 

Dies alles sind Urvölker unserer Welt, Völker aus der Antike, die sich nicht nur durch die eigene Sprache, Kultur und Geschichte definieren, sondern auch eigene DNA Profile aufweisen. Die Samen ist ein solches indigenes Urvolk aus Skandinavien. Ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich heute über drei Skandinavische Länder, Norwegen, Schweden und Finnland und im Nord-Osten sogar bis zu russischen Küste des Weissen Meeres und der Barentsee. Zur zeit leben rund 70'000 Samen in Skandinavien. 40'000 davon in Norwegen, 20'000 in Schweden und knapp 8'000 in Finnland, die restlichen 2'000 verteilen sich in Russland. 

 

Am 6. Februar feiern die Samen ihren Nationaltag, was in allen Regionen des Urvolkes, ausgiebig gefeiert wird. 

Im Skansen, das älteste Freilichtmuseum der Welt, mitten in Stockholm, wird das im traditionsreichem Rahmen gefeiert. Mit diversen Darbietungen, Essen und Marktständen mit der wunderbaren Ware der Samen. 

Das ist die Samische Flagge mit den Farben der traditionelle samischen Tracht, Blau symbolisiert das Element Wasser, Gelb die Sonne, Grün ist für die Natur und Rot für die Wärme das Licht, das Feuer. 

Diese Flagge giltet seit 15. August 1986 als offizielle Flagge der Samen.

 

Mehr über das Urvolk kannst du über Wikipedia erfahren. Es lohnt sich, dir mal Zeit zu nehmen und mehr über die Samis zu erfahren. Mich faszinieren Urvölker sehr, vor allem ihre Traditionen und Bräuche, Trachten und vor allem den Schmuck.

 

 

Die Samis haben auch eine ganz spezielle Art von Schmuck, eines davon das Samiarmband. Ein Lederband geschmückt mit Zinndraht und einem Knopf aus Rentierhorn. Eine wunderschöne Handkunst. 

Durch meine Recherchen und Reisen, habe ich die Ehre solche begabte Samischmuck Künstlerinnen zu kennen. Eine davon ist Melanie von Passion for Sapmi und die andere ist Ewa von Nordic Jewelry Design

Von Melanie und ihrer Kunst habe ich bereits im Blog unter Scandimode berichtet und dir bereits zwei Samiarmbänder gezeigt. Eines davon trage ich seit Jahren und wie die Schweden sagen, je weicher das Leder, je älter der Zinndraht  desto schöner wird die Patina des Armbandes. 

Mein Samiarmband mit den Samischen Farben, rot-gelb-blau-grün und eine Samikette mit Schamanensymbole

-ReTuna:  Recyclinhandel unter einem Dach

Das die Schweden uns immer paar Schritte voraus sind, das wissen wir bereits. Immer wieder erscheinen auf Facebook oder in den Medien Berichte, wie gut die Skandinavier mit unserer Umwelt umgehen können. Doch den  Bericht, den ich letztens gelesen habe, der hat mich umgehauen und will ich dir diese Kuriosität, nicht vorenthalten. 

 

Wusstest du, dass es in Schweden, genauer gesagt in Eskilstuna, das ist ca. 115 km von Stockholm, ein grosser Einkaufscenter besteht, welches nur, exklusiv Recyclinartikel verkauft ?

 

Leute bringen im ReTuna ihre gebrauchte Waren, welche sie nicht mehr brauchen, ähnlich wie wir das in der Schweiz mit der Caritas oder Brockenstube tun, und die Mitarbeiter des Einkaufscenters verarbeiten diese zu neu brauchbaren Artikeln, nach dem Motto :  aus Alt mach Neu ! 

 

Sogar eine Hochschule für Design ist im Zentrum unterbracht, wo junge Designer lernen wie man gebrauchtes Material umweltgerecht wiederverwertet und neu verkaufbare Artikel, ja sogar exklusives Design, herstellt. 

Natürlich gibt es in ReTuna auch zahlreiche Kaffes, wo man während dem Shoppen eine Pause machen kann. Alles wird hauptsächlich mit Produkten aus der Region hergestellt.

Fika wird auch hier, wie in ganz Schweden, sorgfältig zelebriert. 

 

Der Recyclin-Einkaufstempel gehört der Gemeinde von Eskiltuna, und jeder Lokalinhaber wird von Einzelpersonen betrieben, welche verantwortlich für sein eigener Laden ist. Eine ausgezeichnete Win-Win Lösung für Politik, Umwelt und Kleinbetreiber.

So was würde ich persönlich auch in der Schweiz begrüssen, in Zürich wäre das eine tolle Geschäftsidee. 


-virtuelle Hausbesichtigungen

Dieses Jahr wurde Schwedens erstes virtuelles Designermueseum eröffnet. Das Projekt will,  jeder Frau und jedem Mann, das schwedische Design zugänglich machen. So bekommst du einen echten Eindruck, wie es tatsächlich in schwedischen Häuser aussieht. Auf der unten eingeblendeten Homepage, siehst du Häuser in diversen Teilen Schwedens, welche gerade zum Verkauf stehen, nicht leer, sondern die komplett im Skandistyle eingerichtet sind.

Viel Spass beim durchstöbern, und willkommen zu Hause !

 


- Ladonia

 

Wusstest du, dass in Schweden eine Mikronation existiert ?

 

Während meinen Sommerferien, als ich über Südschweden recherchierte, habe ich eine eigenartige Entdeckung gemacht. Durch Zufall, stiess ich auf ein You-Tubevideo eines Bloggers und entdeckte was eigenartiges, was sofort meine Neugier erweckte. Der Blogger sprach im Video über eine wunderbare Entdeckung, über LADONIEN. 

 

1980 begann der Künstler Lars Vilks mit der Konstruktion von NIMIS  (lat.: „zu viel“), einem aus Treibholz bestehenden Komplex, der mittlerweile 75 Tonnen wiegt. Das Kunstwerk entstand im Naturschutzgebiet Kullaberg im nordwestlichen Schonen (Skane).  Ladonien ist tatsächlich eine Mikronation an der südschwedischen Küste, genauer gesagt am Kattegat. Der schwedische Künstler Lars Vilks rief sie 1996 nach einem jahrelangen Gerichtsstreit mit den örtlichen Behörden über zwei von ihm errichtete größere Skulpturen in einem Naturschutzgebiet aus. Die Behörden wollten die Kunstwerke wegen fehlender Baugenehmigung abreißen lassen, wozu es allerdings nie gekommen ist. Ein weiteres 1999 errichtetes Kunstwerk ist jedoch inzwischen entfernt worden.

Niemand lebt in Ladonien, alle Staatsbürger sind Nomaden, doch jeder kann die Staatsbürgerschaft beantragen und Einwohner von Ladonien werden. 

Denn die Staatsbürgerschaft kann online und kostenlos im Web beantragt werden. Für eine Gebühr von ca 30 Euro,  kann zusätzlich ein Adelstitel erworben werden. Derzeit (2018) gibt es ca. 20.000 ladonische Staatsbürger.

 

links auf dem Bild, die derzeitige Königin von Ladonien mit der Staatsflagge. 

 

Unten blende ich euch noch das You-Tubevideo ein, ich will es dir nicht vorenthalten, ich finde es so mystisch und eindrücklich. 

 

Hoffe der Autor JayBe hat nichts dagegen. 

 

Das hat mich so neugierig gemacht, dass ich gleich auf der Homepage des Mikrostaates war. Und tatsächlich, man kann die Staatsbürgerschaft für Ladonien beantragen. Ich finde es einfach nur toll. 

Wer weiss, evt werde ich diesem fantastischem, mystischem Ort, bei meiner nächsten Schwedenreise einen Besuch erstatten und mir Ladonien anschauen. Kuorios und episch ist diese Information, findest du nicht auch ?